Schule

Als wichtigsten Teil unseres Projekts konnten wir Mitte Juli 2007 mit den Bauarbeiten der Schule beginnen. Mit vielen aus dem Fels geschlagenen Steinen formten sich die Grundmauern. Mehr als 12 Leute arbeiteten fieberhaft an der Umsetzung. Ende 2007 war bereits das Erdgeschoss fertig und konnte für den bevorstehenden Winter vorbereitet werden.

2007 war für die Umsetzung unserer Mission ein wichtiges Jahr. Das Gesamtprojekt nahm nach und nach immer größere Ausmaße an und gewann somit immer mehr an Bedeutung für die Einwohner des Tales. Der Kindergarten konnte außerdem bereits die ersten Erfahrungen sammeln, und die Schule nahm deutlich Gestalt an, sodass bereits klar war, dass die weitere schulische Ausbildung für die Kinder gesichert war. Dies war das Anliegen der meisten Eltern.

Damit die Schulausbildung die entsprechende staatliche Anerkennung findet, knüpften wir Ende 2007 die ersten Kontakte zu einer Organisation vor Ort, die bereits mehrere Schulprojekte in Ladakh professionell führt: Die Mahabodhi Organisation, die ein sehr hohes Ansehen in Ladakh genießt. Die Kooperation, die letztendlich zwischen Mahabodhi und uns erfolgreich geschlossen wurde, erfüllt natürlich auch die Bevölkerung des Tales mit Stolz und gibt ihnen zusätzlich Sicherheit, dass ihre Kinder beste Chancen nach Abschluss der Schule haben werden.

Die Mahabodhi Organisation kümmert sich um die schulische Organisation, um die Bereitstellung kompetenter Lehrer, die Lehrinhalte, Prüfungen, usw. Auch die Lehrinhalte des Kindergartens werden so angepasst, dass die Kinder das nötige Wissen erhalten, um in die erste Jahrgangsstufe der Schule zu wechseln. So baut die Bildung bestens aufeinander auf.

Im Herbst 2008 konnten erstmals Kinder direkt von der Kindergartenvorschule in die 1. Klasse des fertig gestellten Gebäudes wechseln. Das Gebäude hat die Kapazität für die ersten 5 Schulklassen. Aktuell wird in 5 Jahrgangsstufen unterrichtet.

Durch eine Spendengabe einer deutschen Schule konnten sogar PCs angeschafft werden. Der Umgang damit musste auch von den ansässigen Lehrern erst erlernt werden. Dafür war der Praktikumsaufenthalt im Jahr 2014 von Jenny Frisch, einer jungen Grundschullehrerin aus Deutschland, hilfreich. Von ihrer Unterstützung und der von weiteren Praktikanten aus Deutschland und England konnten Kinder und Lehrer in den letzten Jahren profitieren, da sie neue Lehrmethoden und Spiele kennenlernten.